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Erfahrungsbericht Lehrgang Leitender beim Schießen

Ich schildere hier wie ich den Lehrgang Leitender und Ausbilder in der Schießausbildung an der Infanterieschule in Hammelburg im März 2006 empfand. Auf Antworten oder andere Ansichten freue ich mich.

Anreisetag 19.03.2006

Laut Einberufungsbescheid sollten wir bis 20:00 Uhr angereist sein. Aufgrund dessen machte ich mich um 13:00 Uhr in Berlin auf den Weg. Die Fahrt verlief relativ entspannt.

Gegen 19:00 traf ich in Hammelburg ein, wo ein Aufnahme am zentralen Meldekopf erfolgte. Die Stuben der V. Inspektion gaben keinerlei Anlaß zur Kritik. Jeder Lehrgangsteilnehmer erhielt eine Einzelstube mit neuem Bett und eigenem Waschbecken. Mehr ging an diesem Tag nicht.

Montag 20.03.2006

Als erstes rückten wir in den Unterrichtsraum ein, wo wir vom Hörsaalleiter und vom Inspektionschef begrüßt wurden. Danach folgte der Vortrag des Rechnungsführers sowie der übliche Papierkram. Im Anschluß verlegten wir zur Standortverwaltung, wo jeder ein Ausstattungspaket bekam. Völlig ungeachtet dessen, was manche schon an Ausrüstung mitbrachten. Als nächstes galt es die persönliche Waffe (Gewehr G36) sowie Quartiermeister- und Fernmeldegerät zu empfangen. Den Abschluß des Vormittags bildete ein Unterricht zu dem Thema: Vorbereitung und Planung eines Gefechtsschießens.

Nach dem Mittagessen genossen wir eine weitere Unterrichte zu den Themen „Aufgaben des Leitenden“ sowie „Aufgaben des Sicherheitsoffiziers“. Hiernach ging es raus auf die Schießbahnen des Übungsplatzes, wo wir in unseren Arbeitsgruppen eine erste Erkundung der Örtlichkeiten tätigten, an denen wir unsere Schießvorhaben durchführen würden.

Die Arbeitsgruppen AG1 und AG2 erkundeten die Schießbahn Sb1 für den am Mittwoch angesetzten Schießdrill, während die AG3 und AG4 (meine) die Schießbahn Sb3 für das Gefechtsschießen am Donnerstag inspizierten.

Dienstag 21.03.2006

Der heutige Tag war der erste Praxistag. Und für mich stand nebenbei noch der Hörsaaldienst an. Nach dem es einige Abstimmungsschwierigkeiten bzgl. des von mir befohlenen Anzugs gab verlegten wir in einem Fußmarsch nach dem morgendlichen Antreten auf die Standortschießanlage.

Vormittags justierten wir unsere Gewehre G36 indem wir diesen anschossen. Dies dauerte seine Zeit und im Anschluß verpflegten wir. Nach dem Mittagessen wurden wir in drei Gruppen eingeteilt und schossen an drei Stationen die Waffen Gewehr G36, das Maschinengewehr MG3 sowie die Pistole P8.

Danach wurde wieder per pedes in die Kaserne verlegt. Auf dem Marsch wäre fast noch ein Kamerad gefallen, da er durch den ca. 1500m langen Fußmarsch an seine persönliche Leistungsgrenze geführt wurde.
Im Anschluß an das Abendessen genoßen wir noch eine Informationsveranstaltung zum Thema „Infanterist der Zukunft“ und hatten danach Dienstschluß.

Mittwoch 22.03.2006

Am heutigen Tag stand der von den Arbeitsgruppen AG1 und AG2 vorbereitete Schießdrill an. Den Anfang machte die Arbeitsgruppe AG1 bei der ich als Sicherheitsgehilfe eingesetzt war.

Alles in allem eine runde Sache gewesen, da sich die Arbeitsgruppen sehr gut auf ihre Aufgabe vorbereitet hatten.

Mir persönlich gefiel das angesetzte Vorhaben der Arbeitsgruppe 1 besser, aber dies sei ja Geschmackssache.

Nach Beendigung des Schießens wurden die Waffen und das Gerät gereinigt und die Arbeitsgruppen 3 und 4 durften weiter an dem für Donnerstag angesetzten Gefechtsschießen feilen.

Am Abend stand dann noch der Hörsaalabend an, der in einem Lokal in der Nachbargemeinde XY stattfand.

Donnerstag 23.03.2006

Donnerstag stand ganz im Sinne des Gefechtsschießens. Nach Ankunft auf der Schießbahn Sb8 übernahm dann auch gleich der als Leitender eingeteilte Leutnant und waltete seines Amtes.

Insgesamt stellte sich das Gefechtsschießen jedoch als komplexer dar als vorher angenommen, so daß die Arbeitsgruppe 4 nicht mehr mit ihrer Variante zum Zuge kommen sollte.

Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten aus der Welt geräumt waren, und die Kameraden älteren Semesters wieder mit der Materie vertraut schienen war das ganze eine runde Sache und selbst der Inspektionschef, der zur Dienstaufsicht kam, zeigte sich mit der Leistung zufrieden. Ganz besonders würdigte er hierbei die Leistung des Leitenden.

Zurück in der Kaserne galt es dann noch die Ausrüstung und Waffen zu reinigen und fertig für die Abgabe zu machen.

Nach dem Abendessen bekamen wir dann noch einen Unterricht zum Thema „Führen der Schießkladde“. Im Anschluß traf sich da Offizier-Korps dann noch in der OHG und ließ den Abend ausklingen.

Freitag 24.03.2006

Am Freitag stand nur noch organisatorisches an. Wir gaben die empfangene Zusatzausrüstung ab und die QM- und FM-Warte das Zeug, für das sie unterschrieben hatten.

Pünktlich um 10:30 befanden wir uns dann alle wieder auf dem Weg in die Heimat.

Fazit

Es ist relativ schwer ein Fazit zu dem Lehrgang Leitender und Ausbilder in der Schießausbildung zu formulieren. Ursprünglich Annahme war es, dass dieser Lehrgang zum Leiten eines Schießens befähige. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wer vorher den Anforderungen der Vorschrift nicht gerecht wurde, wird es auch nach diesem Lehrgang nicht sein.

Nutzlos war der Lehrgang in meinen Augen jedoch auch nicht, da man schon auf das dort erlangte Wissen zurückgreifen kann.

Entscheidet selbst, ob ihr euch diesen Lehrgang antun wollt. Man bekommt ordentlich viel Munition zum Schießen, lernt einige formale Sachen bzgl. des Leitens eines Schießens und der Spaßfaktor kommt auch nicht zu kurz. Die Anforderungen, die an den Lehrgangsteilnehmer gestellt werden, sind sehr moderat. Körperlich wird man gar nicht gefordert.

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